We3D²: Intelligente drahtbasierte additive Fertigung
Das COMET-Projekt We3D² befasst sich mit der drahtbasierten additiven Fertigung (wire-DED) und entwickelt Werkstoffe, Prozesssteuerung und Datentechnologien, um komplexe metallische Bauteile effizienter, nachhaltiger und in gesicherter Qualität herzustellen.

Additive Fertigung als Schlüsseltechnologie
Die additive Fertigung (AM) hat sich zu einer Schlüsseltechnologie in der modernen Fertigung entwickelt. Sie ermöglicht die endkonturnahe Herstellung komplexer Strukturen und trägt so zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit bei. Die Europäische Union betrachtet AM als Schlüsseltechnologie für eine grünere und digital vernetzte Zukunft. Trotz des wachsenden Marktes erschweren Barrieren wie Herausforderungen in der Materialbeschaffungskette, der Qualitätssicherung und der Digitalisierung sowie Unsicherheiten hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Ausbildung eine breitere Marktdurchdringung.
Fokus auf drahtbasierte additive Fertigung (w-DED)
We3D² zielt darauf ab, das Potenzial von Branchen mit hoher Wertschöpfung in Österreich und der Europäischen Union zu erschließen, etwa in der Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Baumaschinen- und chemischen Industrie. Das Projekt konzentriert sich auf vier thematische Schwerpunkte:
- AddMaterials: neue und spezifische Werkstoffe für wire-DED
- AddControl: neue Sensor- und Regelsysteme für wire-DED
- AddVirtual: fortschrittliche Simulationstools und Workflows für wire-DED
- AddData: datengestützte Methoden für Qualitätsprognose- und Beratungssysteme

Daten-getriebene Prozesse mit Machine Learning und KI
Die strategische Kerninitiative „Datengesteuerter intelligenter Prozess unter Verwendung von ML & KI“ überwindet Prozesskomplexitäten durch maschinelles Lernen (ML) und künstliche Intelligenz (KI) und unterstützt Bediener*innen bei der effizienten Fertigung komplexer Strukturen. Der datengesteuerte Ansatz verbessert Prozessstabilität und -autonomie, erhöht zugleich die Teilequalität und senkt Rohstoffverbrauch, Vorlaufzeiten und Kosten.
Beitrag der RISC Software GmbH
Die RISC Software GmbH ist an zwei Schwerpunkten des Projekts beteiligt: an der fortschrittlichen Sensorik und Prozessregelung (Advanced sensing and control) sowie am datengesteuerten, intelligenten Prozess auf Basis von maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz (Data-driven smart process using ML and AI). Damit bringt RISC ihre Expertise in künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Data Science direkt in die Weiterentwicklung des w-DED-Prozesses ein.
Das Konsortium
Unter der Leitung des LKR Leichtmetallkompetenzzentrums Ranshofen vereint We3D² 14 Industrie- und 5 Wissenschaftspartner*innen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessert die Verarbeitung von Werkstoffen durch w-DED-geeignete Hochleistungslegierungen, optimierte Prozessparameter sowie fortschrittliche Sensorik- und Steuerungssysteme.
Nachhaltige und wettbewerbsfähige Fertigung
Durch marktorientierte Ziele und die enge Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft will We3D² das volle Potenzial von w-DED ausschöpfen und sicherstellen, dass Europa seine Führungsposition im Bereich fortschrittlicher Fertigungstechnologien behält. Die Integration digitaler Werkzeuge, fortschrittlicher Sensortechnologien und datengesteuerter Automatisierungsansätze führt zu einer effizienteren und nachhaltigeren Herstellung wettbewerbsfähiger Produkte.
Das COMET-Projekt wird im Rahmen von COMET – Competence Centers for Excellent Technologies – durch BMIMI, BMWET und die mitfinanzierenden Bundesländer Oberösterreich, Vorarlberg und Steiermark gefördert. Das Programm COMET wird durch die FFG abgewickelt.



Projektpartner*innen
Details zum Projekt
- Projekt-Kurztitel: We3D²
- Projekt-Langtitel: Wire-DED – Material, Process, and Data science for future components and Digital qualification
- Programm: COMET – Competence Centers for Excellent Technologies (COMET-Projekte 2024)
- Thematische Zuordnung: Material & Produktion
- Projektpartner*innen:
- LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH (Projektkoordination)
- RISC Software GmbH
- AIT Austrian Institute of Technology GmbH
- TU Graz, Institut für Materials, Forming and Joining
- Materials Center Leoben Forschung GmbH
- Fronius International GmbH
- Liebherr-MCCtec GmbH
- Magna Steyr Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG
- RHP-Technology GmbH
- AVL List GmbH
- GF Casting Solutions AG
- Linde Gas GmbH
- Schöller-Bleckmann Nitec GmbH
- MPC2 e.U.
- Aardworx GmbH
- Aluminium Rheinfelden Alloys GmbH
- Flottweg GmbH
- MAGMA Gießereitechnologie GmbH
- robotized rm systems GmbH
- Laufzeit: 10/2025–09/2029 (48 Monate)
Kontakt
Projektleitung
Dr. Roxana Holom, MSc
Data Science Project Manager & Researcher