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Pulleys, Anatomie und Funktion

Seit etwas mehr als 10 Jahren sind Pulleys als anatomische Strukturen bekannt. Durch die Beschreibung dieser Strukturen wurde das Verstandnis der Wirkung der Augenmuskeln wesentlich verandert. Augen- and Orbitamodelle konnen seit dieser Zeit exakter and besser verwirklicht werden, so auch das Modell SEE++ der UAR Hagenberg. Einen weiteren Aspekt der Pulleys stellt die mogliche chirurgische Veranderung zur Behebung von Schielsituationen dar. Die Pulleychirurgie wird in letzter Zeit einerseits zunehmend ofter als Therapiemoglichkeit von Schielsituationen beschrieben, andererseits werden bekannte Operationstechniken durch die Berucksichtigung der Pulleys neu bewertet. In Simulationen mit dem SEE++-System werden verschiedene Pulleyveranderungen an einem geraden Augenmuskel vorgenommen and der Effekt im Hess-Diagramm dargestellt. Weiters wird die durch die Pulleys neu beurteilte Cuppers-Operation auf verschiedene Weise simuliert. Die Pulleys erweisen sich in der Simulation als sehr stabiles mechanisches System, welches durch Veranderung an nur einem Pulley nur wenig Effekt im Bezug auf die Motilitat zeigt. Erst bei einer Veranderung von mehr als einem Pulley wird auch das Motilitatsbild im Hess-Diagramm wesentlich beeinflusst. Bei der Coppers-Technik ist rein modellmal3ig der Pulleyeffekt eher von geringer Bedeutung.