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QuaMeDis: Sicherheit in der Medikamentenausgabe durch KI

QuaMeDis entwickelt eine KI-gestützte Lösung zur automatischen Prüfung von Tablettendispensern für mehr Patientensicherheit in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Medikamenteneinnahme mit digitaler Unterstützung

Innovative KI-gestützte Prüfung von Medikamentenvergaben

Das Forschungsprojekt QuaMeDis (Ensuring Quality in Medication Dispensing) zielt darauf ab, die Sicherheit bei der Medikamentenausgabe in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu erhöhen. Täglich werden weltweit unzählige orale Medikamente verabreicht, wobei es häufig zu Fehlern kommt, die potenziell schwere Konsequenzen für Patient*innen haben können. Studien schätzen, dass etwa 5% aller Krankenhauspatient*innen mindestens einmal falsch medikamentiert werden und weitere 5% davon einen schlechteren Outcome haben. Bei 2,2 Millionen Krankenhausaufenthalten bedeutet das jährlich etwa 5.500 Betroffene in Österreich.

Technologischer Ansatz: KI-basierte Prüfung von Dispensern

QuaMeDis untersucht den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), insbesondere Machine Learning und Computer Vision, um die Übereinstimmung zwischen dem Inhalt von Tablettendispensern und den elektronischen Medikamentenverordnungen automatisch zu überprüfen. Ein Prototyp wird entwickelt, der Bilder von befüllten Dispensern aufnimmt, die enthaltenen Tabletten klassifiziert und diese Informationen mit den Verordnungen abgleicht. Durch die Integration einer optischen Sensorik, einer Wissensbasis und Deep-Learning-Algorithmen soll ein entscheidender Wissensgewinn über Zuverlässigkeit, Potentiale und Risiken dieser neuartigen Plausibilitätsprüfung von Dispenserinhalten entstehen, um langfristig die Fehlerquote zu minimieren und somit insgesamt einen positiven Beitrag zum Gesundheitssystem zu leisten.

Innovativer Ansatz: KI-basierte Automatisierung der Dispensprüfung

Der innovative Ansatz von QuaMeDis besteht in der Kombination von KI-Technologien mit einer speziell entwickelten Hardwarelösung zur automatisierten Medikamentenprüfung. Dies stellt eine bisher einzigartige Lösung dar, die nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Effizienz und Zuverlässigkeit der Medikamentenausgabe verbessert. Die iterative Entwicklung einer umfassenden Wissensbasis zur Klassifikation von Tabletten ist eine zentrale Herausforderung, die kontinuierlich gelöst wird.

Interdisziplinäres Konsortium mit umfassender Expertise

Das Projekt wird von einem interdisziplinären Konsortium durchgeführt, das Expertise aus oberösterreichischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen vereint. Die RISC Software GmbH leitet das Projekt und bringt ihre langjährige Erfahrung in der medizinischen Informatik und KI ein. Weitere Partner sind die Oberösterreichische Gesundheitsholding (OÖG), das Kepler Universitätsklinikum (KUK), die Universitätsklinik für Neurochirurgie (JKU-MED) und die R’n‘B Consulting GmbH, die regulatorische Expertise beisteuert.

Langfristiger Nutzen: Sicherheit, Effizienz und wirtschaftliche Verwertbarkeit

QuaMeDis verbessert die Patientensicherheit, unterstützt das medizinische Personal und trägt zur langfristigen Reduktion von Kosten im Gesundheitssystem bei. Es stärkt den Wirtschaftsstandort Oberösterreich durch die Entwicklung fortschrittlicher KI-Technologien und schafft eine Vorreiterrolle in der Entwicklung sicherheitskritischer medizinischer Anwendungen. Die Forschungsergebnisse sollen anschließend an dieses Projekt weiterentwickelt werden, um ein marktfähiges Gesamtsystem zur Erhöhung der Sicherheit bei der Medikamentenvergabe zu bieten, das nahtlos in bestehende Krankenhausinfrastrukturen integriert werden kann. Dies erhöht die internationale Sichtbarkeit Oberösterreichs als Hightech-Standort und trägt zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheitsversorgung bei.

Projektpartner*innen

Johannes Kepler Univertität Linz

Details zum Projekt

  • Projekt-Kurztitel: QuaMeDis
  • Projekt-Langtitel: Ensuring Quality in Medication Dispensing
  • Ausschreibung:Digitale Lösungen für die Gesundheit 2024 (FFG)
  • Projektpartner*innen:
    • RISC Software GmbH (Konsortialführung)
    • Kepler Universitätsklinikum GmbH
    • Oberösterreichische Gesundheitsholding GmbH
    • R’n’B Consulting GmbH
    • Johannes Kepler Universität Linz, Universitätsklinik für Neurochirurgie
  • Laufzeit: 03/2026-02/2029 (36 Monate)

Ansprechperson









    Projektleitung

    DI Benjamin Esterer

    Project Manager & Researcher

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