Skip to content

Industrial AI: From raw data to a more efficient production landscape

by Roxana Holom and Evans Doe Ocansey

The industrial sector, like other areas, is currently going through a phase of digital transformation. This means that manufacturing companies are involved in various digitalization activities [1]. Within this context, industrial data and the way it is processed, visualized and used play an essential role.

Contents

  • Application perspectives of Industrial AI for manufacturing companies
    • Pain Points
    • Needs & goals
    • Added value through industrial AI
    • Challenges in the application of Industrial AI
  • A systematic approach to industrial AI
  • Conclusion: Industrial AI – the combination of expertise and data science
  • References
  • Authors

Application perspectives of Industrial AI for manufacturing companies

Relying solely on technology does not create business value if the industry’s problems are not thoroughly examined. There are many ways in which industrial AI can contribute to the digital transformation of manufacturing. Some of the most appealing areas where it can be used are: Process applications for productivity improvement (i.e. smart production), product and service applications, insight applications for knowledge discovery (i.e. root cause determination, decision making) [2].

Specific examples that fit into the above categories are two of our ongoing EU projects: “Customizable AI-based in-line process monitoring platform for achieving zero-defect manufacturing in the PV industry” (Platform-Zero) and “Data and Metadata for advanced Digitalization of Manufacturing Industrial Lines” (metaFacturing). The Platform-Zero project aims to improve the production quality of photovoltaic systems while reducing manufacturing costs through zero-defect manufacturing. This is achieved by using non-destructive testing methods and technologies to detect, correct and prevent critical production defects at an early stage. The data is evaluated in real time in order to optimize the production process and improve product quality. The metaFacturing project focuses on the creation of a digitalized tool chain for the production of metal parts (casting and welding). Trustworthy AI and hybrid methods are analyzed and implemented to gain process insights, improve the efficiency of the production process (e.g.: optimization of process parameters) and product quality (e.g.: defect reduction).

In order to gain a comprehensive understanding of the topic, several key aspects are considered below, which are divided into four categories. First, the problems and needs of manufacturing companies are discussed. In addition, we look at the added value that industrial AI can offer as a solution to their problems, but also at the challenges that arise when applying industrial AI (see Figure 1).

Figure 1: Key points of the application perspectives of Industrial AI for manufacturing companies

Pain points

Below we look at some of the key pain points that manufacturers face when it comes to successfully introducing and using industrial AI:

Massive Datenmengen, die undurchlässig sind

Die moderne Fertigung generiert heute eine Vielzahl von Daten durch Einsatz von technischen Systemen (Sensoren, Kameras). Es ergibt sich eine Mischung aus strukturierten und unstrukturierten Daten, die oft so komplex und umfangreich sind, dass es schwierig ist, darin klare Muster und Erkenntnisse zu identifizieren. Außerdem ist es schwer zu sagen, welche Daten für die weiteren Analysen relevant sind und gespeichert werden sollten. Ein konkretes Beispiel ist die Produktion von Halbleitern. Enorme Mengen von Sensordaten, Prozessdaten und Qualitätsdaten werden erzeugt. Diese Daten müssen analysiert werden, um Abweichungen oder Fehler in den Produktionsprozessen zu erkennen. Aufgrund der Vielzahl von Datenquellen und -formaten wird eine Herausforderung sein, die relevanten Informationen zu extrahieren und zu interpretieren.

Komplexe/unerkennbare Zusammenhänge

Industrielle Prozesse sind oft durch vielfältige Prozessparameter und Wechselwirkungen geprägt, die es herausfordernd machen, versteckte Zusammenhänge zwischen den Daten zu erkennen. Nehmen wir als Beispiel die Herstellung von Gussteilen: In diesem Kontext sind die wechselseitigen Zusammenhänge der Prozessparameter – wie die Schmelztemperatur, Gießformtemperatur, Geschwindigkeit der ersten Phase und Geschwindigkeit der zweiten Phase – komplex, nicht linear und widersprüchlich [3].

Komplexe Entscheidungssituationen; Ineffiziente Produktionsprozesse

Die Entscheidungsfindung in der Fertigung erfordert die Berücksichtigung zahlreicher Faktoren und Einschränkungen. Wie wir im vorigen Abschnitt gesehen haben, ist die Bestimmung des optimalen Toleranzfensters für Parameter keine einfache Aufgabe. Bleiben wir im gleichen Kontext – dem Gießen von Metallteilen – so stellen wir fest, dass diese Entscheidung Auswirkungen auf die Prozesseffizienz hat (d.h.: Metallteile werden von der Gießmaschine automatisch als Ausschuss qualifiziert, wenn die Messungen außerhalb des Toleranzfensters liegen).

Ökologische Nachhaltigkeit

Die Fertigungsindustrie steht vor der Herausforderung, umweltfreundliche Praktiken zu implementieren, um Ressourcenverbrauch und Emissionen zu reduzieren. Z.B.: Die Reduzierung des Wasser- und Energieverbrauchs in der Textilproduktion zur Minimierung des ökologischen Fußabdrucks.

Veränderte Kundenbedürfnisse

Kundenanforderungen ändern sich ständig, und Hersteller müssen agil sein, um Produkte anzupassen und den Marktanforderungen gerecht zu werden. Die Wahl der Werkstoffe wirkt sich erheblich auf die Qualität der Produkte aus. Der Übergang von herkömmlichem Stahl zu fortschrittlichen Leichtbauwerkstoffen wie Kohlefaserverbundwerkstoffen für Karosseriebleche beispielsweise bringt aufgrund der einzigartigen Eigenschaften von Kohlenstoff komplexe Produktionsprozesse mit sich.

Needs & goals

Erkennen von Korrelationen in Daten (Ermittlung der Grundursache)

Durch die Ermittlung der Grundursache eines Problems können Hersteller gezielte Lösungen implementieren, um ein erneutes Auftreten des Problems zu verhindern. Dazu muss man tief in die Daten eindringen, um Korrelationen und damit die zugrunde liegenden Faktoren zu entdecken, die wahrscheinlich für bestimmte Probleme oder Anomalien verantwortlich sind. Nehmen wir zum Beispiel ein Szenario in der Elektronikfertigung, bei dem eine bestimmte Charge von Produkten bei Qualitätsprüfungen immer wieder durchfällt. Durch eine Ursachenanalyse könnte herausgefunden werden, dass eine bestimmte Maschinenkomponente höchstwahrscheinlich nicht korrekt kalibriert ist.

Frühzeitige Erkennung von Problemen

Durch fortgeschrittene Analyse von Produktionsdaten können Probleme frühzeitig erkannt werden, noch bevor sie zu ernsthaften Fehlern oder Ausfällen führen. In der Energieerzeugung könnten ungewöhnliche Abweichungen im Stromverbrauch eines Generators auf ein potenzielles Problem hinweisen, das behoben werden muss, um einen Ausfall zu vermeiden.

Strategische Datenerfassung, -speicherung und -vorverarbeitung

Unternehmen verlagern ihren Schwerpunkt von der Anhäufung von Massendaten auf das strategische industrielle Datenmanagement. Die Optimierung des Datenbedarfs und der Datenverarbeitung steht auch im Einklang mit den Zielen der Europäischen Kommission. Eine intelligente Datenauswahl und -aufbereitung verringert die Notwendigkeit, große Datenmengen und/oder große KI-Modelle zu sammeln, zu speichern, zu verarbeiten und zu übertragen und damit den Energieverbrauch zu senken [4].

Datenauswertung als Grundlage für die Entscheidungsfindung; Ableitung von Geschäftswert aus Daten

Hersteller nutzen Datenanalysen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Ein Chemiewerk kann unmittelbare Erkenntnisse aus nahtlos integrierten Industriedaten gewinnen, die sich vom Edge bis zur Cloud erstrecken. Dies kann durch die Fusion verschiedener Datenquellen erreicht werden, was eine agile Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen fördert. Bei komplexen Entscheidungsfindungen können diese Daten in Form von Modellen auch in Optimierungsmodelle integriert werden (https://www.risc-software.at/fachbeitraege-die-besseren-entscheidungen-treffen-dank-prescriptive-analytics/) und so die Verantwortlichen bei Planungsproblemen unterstützen.

Added value through industrial AI

Innovative approaches and the intelligent use of industrial AI are required to meet the demands of modern industry. In contrast to industrial AI models, general AI models are trained based on extensive plant data, which often does not cover the full range of possible operations. This is because general AI models do not take into account conditions for different purposes (e.g. safety, design) or conditions imposed by physical and chemical laws.

Verbesserte Produktivität & Qualitätskontrolle

Industrielle KI trägt zur Verfeinerung des Qualitätssicherungsprozesses bei, indem sie den Prozess automatisiert und Defekte frühzeitig erkennt. Dadurch steigert sich die gesamte Produktions- und Produktqualität.

Neue Geschäftsmodelle

Industrielle KI ermöglicht die Umgestaltung von Arbeitsprozessen und die Schaffung neuer Geschäftsmodelle, die auf datengetriebener Innovation beruhen.

Höhere Effizienz

Die Anwendung industrieller KI führt zur Optimierung des Energieverbrauchs, zur effizienten Nutzung von Materialien, zur Reduzierung von Abfall und zur Senkung der Kosten. Zusätzlich ermöglicht sie die strategische Zuweisung freigegebener Ressourcen für kritische Aufgaben.

Integrierte Analyse von Produkt- und Prozessdaten

Industrielle KI ermöglicht eine nahtlose Integration und Analyse von Daten aus Produktions- und Prozessabläufen. Dies ermöglicht fundierte Entscheidungen, um sowohl die Produktqualität als auch die Effizienz der Produktionslinie zu steigern.

Challenges in the application of Industrial AI

The key to a successful industrial AI application lies in transforming raw data into intelligent insights for rapid decision making. From the intricacies of data management and integration to the complexities of adapting AI models to real-world production environments, manufacturers must proactively address the following challenges.

Datenqualität

Obwohl die Datenumgebung in der Industrie heutzutage eine Big-Data-Umgebung ist, gibt es eine Mischung aus strukturierten und unstrukturierten Daten, die von minderer Qualität sein können (z. B.: unausgewogene Daten, fehlende Datenpunkte, ungenaue Sensormessungen, Datendrift, inkonsistente Formate, begrenzter Umfang usw.).

Entwicklung produktionsreifer KI-Modelle

Es fehlt ein systematischer Ansatz zur effizienten Entwicklung von KI-Modellen, die für den Einsatz in der Industrie bzw. für die Integration in den Produktionsprozess bereit sind. Neben Herausforderungen wie Datenkomplexität und -qualität, mangelndem Fachwissen und Interpretierbarkeit der Modelle, müssen bei der Integration von KI-Modellen in bestehende Produktionssysteme auch Kompatibilitätsprobleme und Ressourcenbeschränkungen berücksichtigt werden.

KI-Akzeptanz/Vertrauenswürdigkeit (Interpretierbarkeit, Vertrauen und Transparenz)

Die Glaubwürdigkeit von KI-Systemen in der Industrie kann beeinträchtigt werden, wenn die Genauigkeit nicht annähernd perfekt ist, da diese Systeme kritische Sicherheits-, Zuverlässigkeits- und Betriebsfragen angehen könnten. Jedes Versagen der KI könnte negative wirtschaftliche und/oder sicherheitstechnische Auswirkungen haben und vom Einsatz von KI-Systemen abhalten. Durch die Einhaltung der Anforderungen an vertrauenswürdige KI (d.h.: in Anlehnung an “The Assessment List for Trustworthy Artificial Intelligence” (ALTAI) [5]) werden die Datenanalyseergebnisse nachvollziehbar (u.a. interpretierbar und transparent) gemacht.

Genauigkeit & Geschwindigkeit

Produktionsprozesse erfordern schnelle Entscheidungen und die produzierten Werkstücke können teuer sein, daher müssen KI-Anwendungen schnell reagieren, um Verschwendung und andere Folgen zu vermeiden. Im Gegensatz zu anderen KI-Systemen (z. B. Empfehlungssystemen) ist bei industriellen KI-Systemen außerdem eine sehr geringe Toleranz gegenüber falsch positiven und negativen Ergebnissen erforderlich, damit sie in der Produktion eingesetzt werden können.

Domänenverständnis & Entwicklung von anpassungsfähigen KI-Modellen

Die Einbeziehung von Fachwissen ist ein Muss, um den Unterschied zwischen allgemeiner KI und industrieller KI deutlich zu machen. Die Dateningenieur*innen und Datenwissenschaftler*innen müssen mit den Domänenexpert*innen zusammenarbeiten und Fachwissen in den Modellierungsprozess einbeziehen. Und um die Einbeziehung des Fachwissens zu maximieren, müssen die entwickelten Modelle adaptiv lernen und die Erkenntnisse der Fachleute als Wissen akkumulieren.

A systematic approach to industrial AI

As we saw in the previous section, the numerous challenges usually take a considerable amount of time until meaningful results are available from production. Sometimes this goal is not achieved because it is too complex and the focus is lost. This is why RISC Software GmbH pursues an agile approach (with strong involvement of the actual stakeholders) to AI-based data analysis in the industrial sector.

Figure 2 illustrates the proposed agile workflow suitable for an industrial AI project. The workflow begins with a continuous discourse between the industrial stakeholders and the team developing the AI solution (referred to as the AI team in the workflow). After detailed analysis by the stakeholders, the use cases and their requirements are defined. After further dialog with the industrial stakeholders, the AI team designs suitable solutions for the use cases. In order to model the appropriate data environment, the AI team creates a series of questionnaires to be completed by the data providers. These questionnaires form the basis for the requirements for data preparation and integration. Subsequently, the data providers deliver different types of data based on the requirements of the use case. The data engineers in the AI team then process, transform and load this data into a data lake. This data engineering process relies not only on the input of the AI team’s data scientists, but also on the input of industrial stakeholders, such as domain experts or process engineers. The data available in the Data Lake is thoroughly cleaned and prepared for analysis by the AI team’s data scientists. They perform exploratory data analysis and work with domain experts to further refine the data analysis process. The pre-processed data is then used to train AI models according to the use case specifications. The results of these AI models are then reviewed with domain experts to make them suitable for production.

The key aspect of this approach is the active involvement of domain experts throughout the entire design and implementation cycle of the AI solutions.

Figure 2: Agile workflow for industrial AI solutions

Conclusion: Industrial AI – the combination of expertise and data science

The development of AI solutions that are valuable for manufacturing processes requires that they are deliberately enriched with the specific expertise of the industry [6]. This is crucial for achieving benefits through AI. Industrial AI achieves this by combining data science, AI and industrial expertise. As part of a systematic industrial AI workflow, machine learning algorithms are therefore developed, implemented and deployed that are tailored to the specific industrial applications.

References

[1] Lázaro, O. et al: “Model-Based Engineering and Semantic Interoperability for Trusted Digital Twins Big Data Connection Across the Product Lifecycle”. In: Curry, E., Auer, S., Berre, A.J., Metzger, A., Perez, M.S., Zillner, S. (eds) Technologies and Applications for Big Data Value. Springer, 2022.

[2] Deloitte: “AI Enablement on the Way to Smart Manufacturing”, Deloitte Survey on AI Adoption in Manufacturing, 2020.

[3] Ducic, N. et al: “Casting Process Improvement by the Application of Artificial Intelligence”, In Appl. Sci. 2022, 12, 3264. https://doi.org/10.3390/app12073264.

[4] European Commission: Horizon Europe – Work Program 2023-2024, Digital, Industry and Space. European Commission Decision C(2023) 2178 of 31 March 2023.

[5] High-Level Expert Group on Artificial Intelligence (AI HLEG): The Assessment List for Trustworthy Artificial Intelligence (ALTAI), July 2020, Ethics guidelines for trustworthy AI | Shaping Europe’s digital future (europa.eu).

[6] AspenTech: “The future starts with Industrial AI”, MIT Technology Review, https://www.technologyreview.com/2021/06/28/1026960/the-future-starts-with-industrial-ai/, 2021.

Kontaktformular









    Authors

    Dr. Roxana-Maria Holom, MSc

    Data Science Project Manager & Researcher

    Dr. Evans Doe Ocansey

    Data Scientist

    Read more