Rumplmayr - Produktionsmanager

Optimierte Auftragssteuerung im Bereich der Produktion.

Die Donausäge Rumplmayr ist ein österreichisches Familien­unternehmen und stellt für die Forstwirtschaft einen Komplett­abnehmer dar. Fichten-, Tannen- und Kiefernrundholz von 8 cm Zopf- bis 70 cm Wurzeldurchmesser wird an den Sägewerksstandorten Altmünster und Enns verarbeitet. Aus diesen Rohstoffen erzeugt die Donausäge weltweit nach­gefragte Produkte. Im Wesentlichen sind dies Fertig- und Halbfertigprodukte für den Holzhaus- und Ingenieurholzbau, Rohware für Massivholzplatten und Schalungssysteme, Hobel­ware sowie Paletten- und Verpackungssortimente. Ziel dieses Projektes war es, ein für alle im Auftragsplanungsbereich zuständigen Mitarbeiter der Firma Rumplmayr ein Werkzeug zu entwickeln, mit dem die sehr volatilen Anforderungen aus Angebot an Rohholz, Nachfrage in Form von Aufträgen und dem sich ständig ändernden Einkaufspreis für Baumstämme zusammen-gefasst werden und ein „Betriebsoptimaler“ Wochen­arbeitsplan berechnet wird.

Ausgangsbasis für dieses Werkzeug, dem Rumplmayr Produktionsmanager, sind einerseits die Auftragslisten und andererseits die vorhandenen Ressourcen an Rundhölzern und die dazugehörigen Einkaufspreise.

Die einzelnen Aufträge aus der Auftragsliste werden in „Muss“- und „Kann“-Aufträgen unterschieden, dabei werden die Muss-Aufträge als fix durchzuführend eingeplant. Zusätzlich werden noch alle möglichen Qualitätsoptionen (A, B oder C Ware) und die möglichen Längenvarianten angegeben. Ein weiterer Input für den Produktionsmanager sind die Ergebnisse der vorgelagerten Schnittoptimierung. Daraus werden Ausbeute und Erlös pro Auftrag für alle möglichen Durchmesservarianten von Rundholz für die eigentliche Optimierung entnommen. Über weitere Input-Dateien werden die verfügbaren Mengen an Rundhölzern je Länge und Qualität sowie deren Kosten und Vorschubzeiten für die eigentliche Bearbeitung angegeben.

Neben diesen Eingabedaten aus diversen Excel-­­Files können über die Oberfläche des Produktionsmanagers noch globale Parameter fixiert werden. Wesentlich ist auch die Festlegung des multikriteriellen Optimierungszieles. So können zum Beispiel der Umsatz, der Ertrag, die Auslastung oder Kombinationen dieser maximiert werden.
Aus all diesen Daten wird nun ein mathematisches Modell generiert, welches in einem standardisiertes Format für ganzzahlige lineare Optimierungsprobleme modelliert wird. Durch Auswahl eines zur Verfügung stehenden Solvers in der Oberfläche wird das Lösen des mathematischen Problems gestartet, eine maximale Laufzeit kann als Parameter angegeben werden.

Die vom Solver berechnete Lösung wird wiederum in eine Textdatei gespeichert, in der das Ergebnis in einem Standardformat abgelegt wird. Für die benutzerfreundliche Darstellung der Lösung steht eine Excelvorlage zur Verfügung, die die Lösungsdatei via Makro lädt und entsprechend der Auftragsdaten aufbereitet und in einer übersichtlichen Form ausgibt.

Die Inbetriebnahme des Rumplmayr Produktions­managers erfolgte innerhalb weniger Tage nach Fertigstellung. Seitdem ist diese Software im operativen Einsatz.

Foto:iStockphoto

 


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