LisiGo: Hinter den Kulissen bei der RISC Software GmbH

LINZ / HAGENBERG. Seit März ist die App LisiGo von den OÖN kostenlos in den App-Stores erhältlich und unterstützt Autofahrer im Linzer Verkehrsgeschehen. Für die technische Entwicklung war die RISC Software GmbH aus Hagenberg verantwortlich. Das fünfköpfige Entwickler-Team, bestehend aus Bashar Ahmad, Karoly Bosa, Karl-Heinz Kastner, Michael Krieger und Martin Samal, erzählen von der Entwicklung der App.

 

Was entwickelst du lieber, Android oder iOS Apps?

Karl-Heinz Kastner: Android ist mir irgendwie sympathischer. Google betreibt eine gewisse Open Source Politik mit ihrem System – Benutzer haben dadurch mehr Freiheiten.

Michael Krieger: Gilt auch SailfishOS als Antwort?Für die Benutzer besteht auch die Möglichkeit Verkehrsbehinderungen über die App anonym zu melden. Durch jeden Beitrag verbreitert und verbessert sich die Datenbasis, und damit die Qualität des Verkehrslagebildes.

 

Benutzt du die LisiGo App selbst? Hast du damit schon Staus umfahren können?

Martin Samal: Ich bin selbst von der derzeitigen Verkehrssituation als Pendler betroffen und nutze die App insbesondere vor der Heimfahrt. Wird mir eine größere Verzögerung angezeigt, so nehme ich einen anderen Weg nach Hause. Mich spricht insbesondere an, dass die Verkehrsinformationen übersichtlich und kompakt dargestellt werden.

Karoly Bosa: Ich nehme die App nicht unbedingt um Staus zu erkennen, wenn ich bereits auf dem Weg bin. Für mich ist der große Vorteil der App die Darstellung des Zeitverlaufs um die Dauer und den Start von typischen Stoßzeiten zu erkennen. Durch die App sehe ich nun bereits im Vorhinein, ob es nicht bessere wäre soweit es möglich ist meine Arbeitszeiten oder Termine zu verschieben um außerhalb der Stoßzeiten kritische Verkehrsknotenpunkte zu passieren.

Bashar Ahmad: Ich habe die App installiert und nutze sie bei Bedarf. Da ich in Hagenberg wohne und arbeite, habe ich sie aber nicht täglich im Einsatz. Das Interface und die Navigation sind sehr einfach zu bedienen, die Statistiken finde ich informativ.

 

Welche Technologien kamen zum Einsatz?

Michael Krieger: Die Staumeldungen werden durch das von uns entwickelte Datenstromframework COLLIBRI verarbeitet. Jede Staumeldung, die von einem Mobiltelefon an dieses System übertragen wird, wird sofort pseudonymisiert und erst danach weiterverarbeitet.

Bashar Ahmad: COLLIBRI ist ein leichtes, verteiltes Datenerfassungs- und Verarbeitungskonzept. Eines der wichtigsten Merkmale in diesem Rahmen ist die Möglichkeit rasch eine effiziente Datenverarbeitung aufbauen und mit einem flexiblen Datenmodell hinterlegen zu können.

Karl-Heinz Kastner: Die App LisiGo wurde mit dem Cross-Plattform Framework Xamarin entwickelt. Der große Vorteil dabei ist, dass für verschiedene Plattformen, wie Android oder IOS, sehr viel Arbeit nur einmal gemacht werden muss. Aber obwohl wir uns sehr bemühen, die Android-App für die vielen verschiedenen Mobiltelefone anzupassen, kann es leider noch vorkommen, dass noch bei manchen Modellen Fehler auftreten. Wir arbeiten aber mit Hochdruck daran!

 

Was war die größte technische Herausforderung bei der LisiGo App-Entwicklung?

Michael Krieger: Die Bereitstellung von Online Services für mehrere tausend Anwenderinnen und Anwender stellt immer eine große Herausforderung dar. Jede Nutzerin und jeder Nutzer ist es gewöhnt, dass immer alles perfekt funktioniert und Daten jederzeit abrufbar sind. Der Aufwand hinter dem erfolgreichen Betrieb von Systemen, die erstens für eine große Anzahl an Anwendern skalieren und zweitens auch noch zu - im besten Fall - 100% verfügbar sind, stellt immer eine Herausforderung dar. Das ist bereits für rein statische Informationen nicht unbedingt trivial und Echtzeitinformationen zur Darstellung auf Mobiltelefonen stellen noch eine zusätzliche Steigerungsstufe dar.

Karl-Heinz Kastner: Die Umsetzung des strikt vorgegebenen Designs war die größte Herausforderung für mich. Normalerweise verwendet ein Entwickler viel mehr Zeit für die Logik. Bei LisiGo war dies anders.

 

Wie werden sich intelligente Verkehrssysteme in der Zukunft entwickeln?

Martin Samal: Intelligente Verkehrssysteme werden in ihrer Durchdringungsrate zunehmen. Verkehrsteilnehmer werden vor und während der Erfüllung ihres Mobilitätsbedürfnisses ein Mehr an Information zur Verfügung haben, und so eine gezieltere Wahl bei der Auswahl ihrer Route und ihres Verkehrsträgers treffen können. Gleichzeitig erachtet die öffentliche Hand intelligente Verkehrssysteme als eine Möglichkeit den geradezu natürlichen Grenzen des Infrastrukturausbaus, sei es aus räumlichen oder rechtlichen Gründen, begegnen zu können, indem die vorhandene Infrastruktur besser genutzt werden kann. Zusätzlich ist die Einführung des eCalls – sprich emergency call - auf Schiene, in Rahmen dessen die Europäische Union Automobilhersteller verpflichtet, ab März 2018 automatische Notrufsysteme in Neuwagen zu integrieren.

 

Über die RISC Software GmbH

Seit der Gründung im Jahr 1992 durch Prof. Bruno Buchberger forscht und entwickelt die RISC Software GmbH für die Wirtschaft. Dabei werden in einzigartiger Weise die Kernkompetenzen Symbolisches Rechnen, Mathematik und Informatik im Rahmen der Kompetenzbereiche Logistik-Informatik, Industrielle Softwareanwendungen, Medizin-Informatik und modernste Rechentechnologien zur Entwicklung praxisgerechter Softwarelösungen eingesetzt. Das Unternehmen steht zu 80% im Eigentum der Johannes Kepler Universität Linz sowie zu 20% im Eigentum der Upper Austrian Research GmbH – der Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich. Mehr Informationen unter www.risc-software.at.

 

Bild

© RISC Software GmbH, Abdruck honorarfrei

Bildtext: Das technische Team hinter der App: Bashar Ahmad, Karoly Bosa, Karl-Heinz Kastner, Michael Krieger und Martin Samal.

 

Kontakt

RISC Software GmbH, Softwarepark 35, 4232 Hagenberg, Austria
Tel: +43 (7236) 3343-234, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Web: www.risc-software.at

Pressekontakt: Mag. Cornelia Staub, Tel: +43 (7236) 3343-676, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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