ILL Lageroptimierung

Dynamische Lagerplatzsteuerung mit regelbasiertem Bewertungssystem.

Die Industrie-Logistik-Linz GmbH & Co KG ist in der Lagerung, der Verladung und dem Versand von industriellen Gütern tätig. In einer Lagerhalle am Standort Linz werden ungefähr 8.000 Stahlrollen auf bis zu drei Ebenen gelagert.

Um Schäden an den beschichteten Oberflächen der Stahlrollen durch die mehrschichtige Lagerung zu vermeiden, muss bei der Einlagerung auf die Eigenschaften der bereits gelagerten Stahlrollen Rücksicht genommen werden. Die Ein- bzw. Auslagerung selbst erfolgt mit Hilfe von drei Kränen, welche an der Decke des Lagers montiert sind.Die Entscheidung, auf welchem Lagerplatz eine Stahlrolle gelagert wird, wurde bisher ausschließlich vom Kranführer getroffen. Um diese Entscheidung zu erleichtern und Schäden durch falsche Lagerung zu vermeiden, wurde die RISC Software GmbH im Zuge der Weiterentwicklung des Lagersystems von der Firma ILL beauftragt, ein regelbasiertes System zur Auffindung der besten Lagerplätze zu entwickeln.

Die Ermittlung der besten Lagerplätze erfolgt unter Einbeziehung der Material- und Lagerplatzeigen­schaften, welche in Regeln festgeschrieben sind. Ein Ziel des Projekts war, dass diese Regeln von Mitarbeitern des Kunden selbst modifiziert werden können. Diese beschreiben, wie gut die Stahlrollen übereinander gelagert werden können, zum Beispiel darf ein geölter Bund nicht über geölte Stahlrollen platziert werden oder ein sehr schwerer Bund darf nicht auf leichte gelagert werden. Aber auch das geplante Lieferdatum wird in die Bewertung des Lagerplatzes miteinbezogen. Diese Regeln können von den Mitarbeitern selbst modifiziert und erweitert werden.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurde die OpenSource Bibliothek Drools von JBoss (Red Hat Middleware, LLC) eingesetzt. Drools steht kostenlos zur Verfügung und bietet eine Regel-Engine, die sowohl eine hohe Performance aufweist als auch Werkzeuge zur Verfügung stellt, die eine einfache Erzeugung und Verwaltung der Regeln ermöglichen. Darüber hinaus werden die Regeln in natürlicher Sprache formuliert und verwenden dabei den Mitarbeitern geläufige Fachbegriffe, so dass das Verständnis erheblich erleichtert wird. Um neue Regeln testen zu können, wurde das System so entwickelt, dass mehrere Optimierungsapplikationen untereinander Lagerbestände austauschen können. Somit ist es möglich ein Testsystem und ein Produktivsystem zu betreiben. Einzelne Regeln können somit problemlos auf dem aktuellen Lagerstand getestet werden, bevor sie in das Produktivsystem übernommen werden.Darüber hinaus ermöglicht eine Webschnittstelle sich einen raschen Überblick über das Lager und dessen Bestand zu verschaffen, die Lagerauslastung zu visualisieren und sich die optimalen Lagerplätze für einzelne Lagerstücke berechnen zu lassen ohne die Performanz des eigentlichen Lageroptimierungssystems zu beeinflussen.



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