Magna Logistik Planungstool

Ein zentrales Softwaretool zur Logistikplanung im Automobilbereich.

Die zentralen Aufgaben von Magna Logistics Europe (MLE) sind die Analyse, Bewertung und Optimierung der Supply Chain des globalen Automobilzulieferers Magna. Dies gilt sowohl für existierende als auch für sich in Planung befindliche Produktionswerke und erfordert die Nutzung von Synergiepotenzialen zwischen unterschiedlichen Standorten. Neben den Werken von Magna fallen als Teil der Prozesskette auch externe Lieferanten in den Arbeitsbereich der MLE sowie Produktionsstandorte von Kunden, deren Werke mit den erforderlichen Fahrzeugkomponenten/-modulen in der benötigten Menge möglichst kostenoptimal versorgt werden sollen.

Auf Basis von Stücklisten, Lieferanten-Empfänger-Beziehungen, Tariftabellen, Gebindedaten, Lagerinformationen und zahlreichen weiteren Eingabeparametern werden bei der Logistikplanung verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Standorten, Anlieferprozessen (Direktlieferungen, Lieferungen über Konsolidierungspunkte, Milkruns, …), und verschiedenen Liefer­frequenzen berechnet und miteinander verglichen, um schließlich die optimale Variante auswählen und zuverlässige Prognosen über zu erwartende Logistikkosten und -kapazitäten abgeben zu können.

MLE ist an die RISC Software mit der Anforderung herangetreten, all diese Analysen und Berechnungen, die bis jetzt mit unterschiedlichen, nicht miteinander verknüpften Systemen durchgeführt wurden, in einem einzigen, durchgängigen und genau auf die Ansprüche der Logistikplaner spezialisierten Logistikplanungssystem abzudecken.

Das neue Logistikplanungssystem sollte vor allem eine gemeinsame Datenbasis für alle an Planungsszenarien beteiligten Personen und Standorte bieten und alle Detailschritte eines Planungsprozesses, angefangen von der Erfassung der Stammdaten, über die Definition der Anlieferprozesse bis hin zur Planung der Lagerkapazitäten und dem Rücktransport des Leerguts zum Ausgangspunkt abbilden. Außerdem sollte ein einmal geplantes Logistikszenario rasch und flexibel an geänderte Rahmenbedingungen (z.B. Ausfall eines Lieferanten) angepasst werden können.

Innerhalb eines Jahres, November 2011 bis Oktober 2012, entstand in intensiver Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der MLE ein Prototyp. Von Anfang an wurde dem Team der RISC Software GmbH konkrete Ziele vorgegeben und das Fachwissen der Know-how-Träger zur Verfügung gestellt. Bei den ersten Testanwendern stieß der Prototyp sofort auf großes Interesse und durchgehend positives Feedback. Im Lauf der Testphase wurden auch viele konstruktive Verbesserungsvorschläge angenommen, die schließ­lich in die erste Version des fertigen Produkts einflossen.

Seit Anfang 2013 wird die Logistikplanungssoftware schrittweise im Konzern ausgerollt. In Planung ist bereits ein Folgeprojekt, bei dem das Logistikplanungswerkzeug, das sich bis jetzt hauptsächlich auf die Planung der Supply Chain, also die Extralogistik, konzentriert hat, um ein Modul für die Planung der Intralogistik, also die Planung der innerbetrieblichen Versorgungsprozesse vom Lager bis zur Produktionsstätte, ergänzt werden soll.

Zusätzlich ist geplant, im Rahmen dieser Erweiterung auch das bereits vorhandene Modul „Extralogistik“ weiter auszubauen. Insbesondere sollen grafische Editoren als Zusatz zu den momentan gebotenen tabellarischen Darstellungen die Softwareergonomie weiter verbessern.

 

 
 
 


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